Dienstag, 22. September 2009

Abkürzungen für Url-Adressen

Liebling, ich habe die URL geschrumpft: War die Web-Adresse vorher ellenlang, besteht sie jetzt nur noch aus wenigen Buchstaben und Zahlen. Möglich machen es Dienste wie Tiny (tiny.cc), Tr.im (tr.im) oder Bit.ly (bit.ly). Das Gute an ihnen ist nicht nur, dass sie sich gratis nutzen lassen - und das Problem dahinter nicht allein, dass sie durchweg englischsprachig sind.

Wozu URLs überhaupt schrumpfen? Angenommen, Musikfan A hat beim Surfen in einem großen Onlineshop entdeckt, dass die Veröffentlichung eines Best-of-Albums von Madonna bevorsteht. Will er das Musikfan B per Link mitteilen, hat er ein Problem, schließlich lautet der Link: www.amazon.de/Celebration-Madonna/dp/B002JM1VGO/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1252340123&sr=8-1.

Was tun? Den Link bei bit.ly eingeben, die Enter-Taste drücken, und schon ist er - einem speziell programmierten Schrumpf-Verfahren sei dank - um einiges handlicher und lautet bit.ly/puKCo. Bei Tr.im schnurrt er sogar noch mehr zusammen: tr.im/y61Z. Das Tiny-Pendant lautet tiny.cc/jhfAe. Wer noch ein bisschen herumprobieren will, kann das bei cli.gs, is.gd, kl.am oder su.pr tun.

Perfekt für Twitter

Doch ganz egal, welcher Dienst zum Einsatz kommt: Das Ergebnis passt nicht nur locker in eine E-Mail-Zeile, es sprengt auch keine Twitter-Nachricht, die ja maximal 140 Zeilen lang sein darf. "Twitter war sicher der Durchbruch für das Ganze", sagt Candid Wüest vom Unternehmen Symantec in Aschheim bei München, einem Anbieter für IT-Sicherheitslösungen.

Soweit, so praktisch - allerdings hat die Sache einen Haken: „Der eigentliche Link wird maskiert, und ich erkenne nicht, wohin der gekürzte führt", wie Urs Mansmann von der in Hannover erscheinenden Zeitschrift "c't" erläutert. Das wird dann zum Problem, wenn dahinter nicht etwa ein Musikfan steht, der auf das neue Album von Madonna hinweisen will, sondern zum Beispiel ein Spammer.

Im harmlosesten Fall will er unbedarfte Surfer nur auf eine Seite lotsen, auf der er für gefälschte Markenuhren und Potenzpillen zu scheinbar unschlagbaren Preisen wirbt. "Trotzdem lande ich dann irgendwo, wo ich nicht hinwollte", sagt Candid Wüest. Wer mehr Pech hat, den führt der geschrumpfte Link auf eine infizierte Webseite, über die er sich Schadprogramme einhandelt, die unbemerkt ihr Werk verrichten.

Gefahr durch Phishing?

„Es ist natürlich auch möglich, dass das in einem Phishing-Kontext benutzt wird", warnt Nora Basting vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn: Der Nutzer landet auf einer von Kriminellen manipulierten Bank-Webseite, gibt dort Zugangsdaten zu seinem Online-Banking-Konto ein - und ist ruckzuck um einen Batzen Geld ärmer. "Im Grunde genommen sollte man solchen Links deshalb gar nicht folgen", gibt Basting die Position des BSI wieder.

Wer mit dem Risiko leben möchte, sollte zumindest Vorsorge treffen - mit Browser-Plugins, die die Links aufschlüsseln und eine Vorschau auf das ermöglichen, was sich dahinter verbirgt. "Die Erweiterungen setzen zwar aktive Inhalte wie Java-Script voraus, was wiederum ein Sicherheitsrisiko ist." Aber verzichten sollten Surfer deswegen nicht darauf, so Basting - und empfiehlt etwa securebrowsing.finjan.com für den Internet Explorer und den Firefox sowie www.longurlplease.com (nur Firefox). Einige Kurz-URL-Dienste erlauben die Vorschau auch selbst.

Vorhaltedauer prüfen

Noch etwas sollten Nutzer von Tiny, Tr.im und Co. im Hinterkopf haben: „Man muss darauf achten, wie lange die Kurz-Links aktiv bleiben", rät Urs Mansmann. Tr.im etwa garantiert nur registrierten Nutzern, ihre Kurz-URLS "niemals" zu löschen. Bei Links, die Nutzer ohne Mitgliedskonto erstellt haben, behalten sich die Betreiber vor, sie irgendwann erneut zu verwenden.

Und was passiert, wenn ein Dienst von heute auf morgen dichtmacht oder dichtmachen muss - als Ergebnis eines Insolvenzverfahrens zum Beispiel? Candid Wüest rät Nutzern, auf Nummer sicher zu gehen: „Ich würde die Links immer nur für kurze Zeiträume verwenden." Das heißt: Die unhandliche URL der eigenen Webseite wird besser nicht auf diesem Weg gekürzt. Im Fall des Bandwurms mit der Madonna-Nachricht ist das dagegen völlig in Ordnung. Denn ist das Album erstmal erschienen, ist der Link sowieso von gestern. (dpa)

Google-Logo von der Welt aus Hamburg

Manchmal machen Eltern einem das Leben nicht leicht. "Mein Vater fragt mich jede Woche: Junge, was machst du da?", erzählt Micheal Lopez. "Ich sage dann immer: Papa, ich zeichne den ganzen Tag." Aber das ist wohl eine Generationenfrage. Denn wer die Internetseite Google kennt und das Logo anschaut, ist Lopez schon begegnet. Der 29-jährige Kalifornier malt "Doodles" auf der Startseite, das sind die Bilder auf dem Firmenzeichen. Fans dieser Zeichnungen verehren Lopez wie einen Popstar.

Mit dem eigenen Sohn hat er in dem Punkt keine Probleme. Der elfjährige Nathan weiß, was der Vater macht, schließlich war er schon in seiner Schulklasse und hat ein paar Zeichen-Tricks gezeigt.

Dazu ist der Hobby-Basketballspieler auch bei einem Treffen mit der WELT sofort bereit. "Zum letzten Mal hatte ich Kreide in der Hand, als ich mit meinem Sohn Bilder auf die Steine unserer Auffahrt gemalt habe. Das ist aber schon eine Weile her", baut er zu großen Erwartungen vor. Lopez nimmt weiße Kreide und macht für seinen Besucher ein Hamburg-Doodle. In einer Seelenruhe zeichnet er zunächst die vier Anfangsbuchstaben des Logos, malt dann das "l" zur Turmuhr an den Hamburger Landungsbrücken um und arbeitet sich bis zu dem im Bild versteckten "e" vor.

Dabei wollte Lopez, der Sohn mexikanischer Einwanderer, eigentlich kein Zeichner in einer Internetfirma werden. In San Francisco studierte er Kunst an der Academy of Art und träumte von einer Zukunft als Künstler. "Dann habe ich aber erkannt, dass man damit kein Geld verdienen kann", erzählt er. Deshalb suchte er sich Arbeit bei einer Marketingfirma in San Jose, wechselte dann aber im Jahr 2003 als Grafiker zu Google. Seit 2005 macht er die Logo-Zeichnungen. Ideen dafür kommen ihm zu jeder Zeit und an jedem Ort. "Mir kann unter der Dusche ein Bild einfallen oder nachts, wenn ich aufwache."

Vorgaben hat er angeblich nicht. Nationale Feiertage oder Geburtstage gelten als regelmäßige Daten. "Wir haben bislang vielleicht 150 Doodles gemacht, aber es gibt keine feste Planung", sagt Lopez. Ohnehin verbringe er nur ein Fünftel seiner Zeit damit, den Rest arbeite er als Web-Designer. Entstanden ist das Ganze bei einem Musikspektakel in der Wüste Kaliforniens. Zu dem "Burning Man" genannten Treffen kamen auch etliche Google-Mitarbeiter. Um sich auf der Firmen-Internetseite darüber zu informieren, malte einer von ihnen einen "Burning Man" in das Logo - was Folgen haben sollte.

Dabei gilt ein Konzern-Logo für gewöhnlich als unantastbar. Coca-Cola, Marlboro oder Nivea trauen sich höchstens an minimale Änderungen heran, um die Wiedererkennung und damit den Wert der Marke nicht zu riskieren. "Wir sind anders, wir wollen uns selbst nicht zu ernst nehmen", sagt Lopez.

"So etwas geht nicht bei Marken, die über 100 Jahre gewachsen sind Aber was Google tut, ist auf diese Art perfekt", sagt Franz M. Schmid-Preissler, Berater und Markenexperte. Dies seien kunstvolle Markenbotschaften, die kleine Geschichten erzählten. "Sie geben dem Unternehmen eine Seele und eine Kultur", sagt Schmid-Preissler.

Dass Google die Bilder an Werbekunden verkaufen könnte, schließt Lopez aus. Doodles für Ford, UPS oder andere werde es nicht geben. "Ich habe meinen Leuten gesagt: Bevor wir das machen, will ich einen Doodle für meinen Geburtstag", sagt er. Mal sehen, welches Logo am 30. April auf der Seite steht.

Montag, 14. September 2009

800.000 Millionäre

Hätten Sie gedacht, das 1% Deutschlands Bevölkerung Millionäre sind?
Nein, dann sind Sie jetzt schlauer ;-)

Donnerstag, 3. September 2009

Superweb im Web

Hier entsteht ein Mitmach Web
Eine Website mit ganz einfachen Regeln.
Wir sind Frei - Free - Libre - مجاني - Gratuit - Ελεύθερος - Libero - 自由的
Denkend und animieren zum MitmachWeb.